Babypause

Andrea Stadel verabschiedet sich nach fünf Spielzeiten am Theater Lübeck für die Saison 2011/12 in die Babypause. Sie wird ihrem Publikum in dieser Zeit aber für einige Konzerte in und um Lübeck erhalten bleiben. Genauere Informationen entnehmen sie bitte dem Kalender.



"Dolci accenti - süße Klänge" mit der Berliner Lautten Companey

In ihrem letzten Konzert vor der Babypause ließ Andrea Stadel noch einmal die Funken sprühen. Gemeinsam mit der Berliner Lautten Companey gastierte sie zum Abschluss des Mainzer Musiksommers in St. Johannis und brachte weltliche italienische Musik des 17. Jahrhunderts zu Gehör:

"Die Sopranistin Andrea Stadel, die die Canzonen und Arien des Abends mit vitaler Finesse interpretierte...klangintensiv und als engagierte Erzählerin zu gestalten verstand. Ob der "Funkenhagel" mit scharf gestochener Koloratur in Monteverdis"Quel sguardo sdegnosetto" oder das Erflehen von Amors Rache in Caccinis "Amor ch'attendi"-stets war der südländische Gefühlsüberschwang spürbar." (22.8.11, J.-G. Wolff)

"Mit ihrer feinen, klaren, in der Kirchenakustik vibratofrei geführten und tragfähigen Stimme traf Andrea Stadel, die seit einigen Spielzeiten zum Ensemble des Theaters Lübeck gehört, durchweg stilsicher die unterschiedlichen Affekte: Zu Recht mit etwas vokaler Theatralik in den Anklagen des wahnsinnig Liebenden der Arie "Ohimè ch'io cado", die Claudio Monteverdi 1624 in einen Sammeldruck veröffentlichen ließ, treffend in anderen Fällen im "recitar cantando", dem quasi sprechend rezitierenden Gesang, gewandt aber auch in kleineren Koloraturen oder im Zungenbrecher "Sentirete" von Tarquinio Merula." (22.8.11, FAZ)


Das Konzert wurde vom SWR mitgeschnitten und wird am Samstag, den 14.1.12 um 20.03 Uhr auf SWR 2 gesendet.



Gründung des Duo Orfeo

Andrea Stadel begibt sich immer wieder auf Entdeckungsreise nach neuen, ungewöhnlichen Besetzungen. Mit der Harfenistin Frederike Wagner, derzeit am königlichen Opernhaus Kopenhagen tätig, verbindet sie eine lange Freundschaft. Die beiden Studienstiftlerinnen beschlossen Anfang 2011 auch musikalisch zusammenzuarbeiten und erforschten gemeinsam das nicht gerade üppige Repertoire für Sopran und Harfe.
Ihr erstes Konzert gaben die beiden im Juni 2011 im neu renovierten Kelterhaus Ubstadt und verzauberten mit ihren ungewöhnlichen Klängen das Publikum. In ihrem ersten Programm "The last rose of Summer" erklingen überwiegend Bearbeitungen von Klavierliedern (Schumann, Ravel, Strauss), aber auch einige Originalkompositionen französischer Komponisten (Renié, Tourniér).

Pressestimmen:
"Mit einer Reise durch die Zeit großer Komponisten wie Schumann, Chopin, Strauss, Dowland und Britten machten Andrea Stadel und Frederike Wagner deutlich, wie hervorragend die herausragende Sopranstimme und das Spiel der Harfe zusammenpassen. Gerade diese ungewöhnliche Kombination faszinierte und begeisterte die rund 100 Gäste...Auch wenn die Zuhörer bis dahin schon beeindruckt waren, löste das Schlusslied "Villanelle" von Eva Dell'Acqua zunächst ergriffene Stille und dann begeisterten Beifall aus. Als "Bravourstück für Koloratursopran" angekündigt, ließ Andrea Stadel in virtuoser Weise hören, zu welcher Beweglichkeit ihre Stimme fähig ist und setzte damit einen glanzvollen Höhepunkt ihres Konzertes in ihrer Heimatgemeinde." (BNN, 28.6.11)




Der Hochzeitstag - Beschwingte Operetten-Revue über Ereignisse des Ehe-Himmels:

"Männern sagt man nach, dass sie oftmals das für Frauen magische Datum des Hochzeitstages vergessen würden. Nicht so jedoch der Ehemann in der Operetten-Revue „Der Hochzeitstag“. Er überreicht ihr zur Feier des Tages eine Perlenkette. Beglückt über so viel Aufmerksamkeit, veranlasst sie den Butler, eine kleine Kiste mit Erinnerungsstücken zu holen.
Jetzt aber hoch vom Sofa, heißt es für ihn. So erinnern sie sich an Zeiten gemeinsamen Glücks, aber ach!, auch eventuelle, verborgene Seitensprünge gelangen ans Tageslicht.
Effi Mèndez hat sich die Texte für die Rahmenhandlung und eine herzige Dekoration einfallen lassen. Selbst das Kaffeegeschirr glänzt mit einer Herzdekoration.
Am Klavier Ludwig Pflanz. Wenn er mit von der Partie ist, weiß man, dieser Abend ist nicht verloren.
Andrea Stadel und Daniel Szeili als Paar, das sich gemeinsam der vergangenen Jahre erinnert. Lieder und Arien von Franz Lehàr, Leo Fall, Karl Millöcker und andere Komponisten wurden passend in die Handlung aufgenommen.
Andrea Stadel zog alle Register ihres Könnens; überwiegend sehr verführerisch, was die Herren im Publikum mit zum Teil mehr als Bewunderung quittierten. Mit großer Leichtigkeit überzeugte sie auch durch ihr lebendiges Spiel in schwierigen Arien. Daniel Szeili als ihr Angetrauter war sichtlich in seinem Element. Er konnte stimmlich und darstellerisch punkten und vermittelte den Eindruck, dass er gerne über längere Zeit geblieben wäre und Spaß an der eigenen Stimme hatte. Ein Paar, das sich gesucht und gefunden hat. David Winer-Mozes, deren Butler, mit kerzengerader Haltung und wenig redselig, vornehmer als seine Herrschaft.
Wer Parallelen zum eigenen Hochzeitstag ausmachen möchte, kann am 10. April im Mittelrangfoyer des Theaters Lübeck das szenische Konzert mit Schmunzeln erleben." (Helga Rottmann, HL-Red-RB)

weitere Pressestimmen:
"Andrea Stadel und Daniel Szeili gaben das Paar, das eine so gute Ehe mit so wenigen Schattenseiten geführt hatte, mit Charme und Überzeugungskraft und mit sichtbarer Lust am Chargieren... Andrea Stadel sang auch die schwierigsten Arien und Duette mit bewundernswerter Leichtigkeit, sie sprühte geradezu vor Temperament und Spielfreude." (LN, 19.3.11)

"Das harmlose Geplänkel gibt zwei jungen Mitgliedern des Lübecker Ensembles: Andrea Stadel und Daniel Szeili Gelegenheit, die Fortschritte ihrer künstlerischen Entwicklung vorzustellen. Und die sind in der Tat bei beiden überaus eindrucksvoll.
Wenn wir diese seit deren Anfängen am Lübecker Theater verfolgen konnten, so können wir eigentlich nur staunen. Beide haben sich offenbar für das leichte Fach – wohlwissend, dass gerade das besonders schwer ist – entschieden. Der Erfolg ist nicht ausgeblieben. Zusammen mit dem herrlich tumben Butler des David Winer-Mozes bieten sie an diesem Abend 60 Minuten unbeschwerte Unterhaltung." (H. Schinzel, Der neue Merker, 17.3.11)

Dieses bunte, erheiternde Programm lief in der Saison 2010/11 sehr erfolgreich im Mittelrangfoyer des Theaters Lübeck und ist von interessierten Veranstaltern oder Privatpersonen zur musikalischen Umrahmung jeder Zeit buchbar.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte über "Kontakt" direkt an mich.





Jürgen-Fehling-Förderpreis 2010

Am Sonntag, den 17. Oktober 2010, hat die Gesellschaft der Theaterfreunde e.V. den Jürgen-Fehling-Förderpreis an die Sopranistin Andrea Stadel verliehen.

Die junge Sängerin erfüllt es mit großer Freude, als Teil des Ensembles den derzeitigen Erfolgskurs des Lübecker Theaters miterleben zu dürfen. Die Verleihung des Preises bestärkt sie darin, ihre künstlerischen Betätigungsfelder weiter so breit zu streuen. Es ist ihr ein inneres Anliegen, ihr Publikum immer wieder mit ihrer Stimme und lebendigem Spiel zu verzaubern.